Donnerstag, 26. Februar 2009
"Willkommen bei den Sch’tis"
ikairos, 16:36h
"Willkommen bei den Sch’tis" (Bienvenue chez les Ch’tis). Dany Boon, Fr. 2008. ****
20 Millionen Franzosen können nicht irren. So viele besuchten nämlich "Willkommen bei den Sch’tis", der damit den bisherigen Zuschauerrekord von Louis de Funès' "Die große Sause" um 3 Millionen übertraf.
Den Vorspann fand ich reichlich albern und klamaukhaft, dennoch passte an einem dunklen Jännerwochenende vermeintlich leichte Unterhaltung. Doch siehe da: Es war gar nicht seicht, sondern durchaus vergnüglich und in manchen Momenten sogar menschlich berührend - wie eine gute Komödie halt sein muss.
Thema ist die vorurteilsbeladene Phobie der Südfranzosen gegenüber dem Norden: Postfilialleiter Philippe wird von der Provence, wo er mit seiner unzufriedenen Frau Julie und seinem Sohn Raphael lebt, nach Bergues im äußersten Norden Frankreichs strafversetzt. Die Region Nord-Pas-de-Calais gilt bei den Südfranzosen als kalt und unwirtlich, die Bewohner als eher rustikal und etwas beschränkt, und das dort gesprochene "Ch'ti" ist schwer verständlich (Für die deutsche Fassung des Films wurde übrigens ein fiktiver deutscher Dialekt entwickelt, der die Eigenheiten des Original-Idioms möglichst exakt wiedergeben sollte). Doch alle Klischees erweisen sich als unrichtig, Philippe lebt sich nicht nur ein, sondern verwurzelt sich geradezu. Dass er seiner im Süden gebliebenen Frau Mitleid heischend eine Zeitlang das Opferlamm vorspielt, sorgt für komische Momente. Schließlich erliegt aber auch Julie dem spröden Charme von Nord-Pas-de-Calais...
20 Millionen Franzosen können nicht irren. So viele besuchten nämlich "Willkommen bei den Sch’tis", der damit den bisherigen Zuschauerrekord von Louis de Funès' "Die große Sause" um 3 Millionen übertraf.
Den Vorspann fand ich reichlich albern und klamaukhaft, dennoch passte an einem dunklen Jännerwochenende vermeintlich leichte Unterhaltung. Doch siehe da: Es war gar nicht seicht, sondern durchaus vergnüglich und in manchen Momenten sogar menschlich berührend - wie eine gute Komödie halt sein muss.
Thema ist die vorurteilsbeladene Phobie der Südfranzosen gegenüber dem Norden: Postfilialleiter Philippe wird von der Provence, wo er mit seiner unzufriedenen Frau Julie und seinem Sohn Raphael lebt, nach Bergues im äußersten Norden Frankreichs strafversetzt. Die Region Nord-Pas-de-Calais gilt bei den Südfranzosen als kalt und unwirtlich, die Bewohner als eher rustikal und etwas beschränkt, und das dort gesprochene "Ch'ti" ist schwer verständlich (Für die deutsche Fassung des Films wurde übrigens ein fiktiver deutscher Dialekt entwickelt, der die Eigenheiten des Original-Idioms möglichst exakt wiedergeben sollte). Doch alle Klischees erweisen sich als unrichtig, Philippe lebt sich nicht nur ein, sondern verwurzelt sich geradezu. Dass er seiner im Süden gebliebenen Frau Mitleid heischend eine Zeitlang das Opferlamm vorspielt, sorgt für komische Momente. Schließlich erliegt aber auch Julie dem spröden Charme von Nord-Pas-de-Calais...