Mittwoch, 21. Januar 2009
"Let's make money"
ikairos, 16:05h
"Let's make money". Erwin Wagenhofer, Ö. 2008. ****
Erwin Wagenhofer hat offenbar Sinn für den "kairos": Seinen Dokumentarfilm "Let’s make money" just zu dem Zeitpunkt auf den Markt zu bringen, als alle Welt über die Perversionen globaler Geldströme spricht, macht ihn fast zu deren Profiteur. Wagenhofer illustriert im Patchworkstil (gedreht wurde u.a. in Indien, Singapur, im Steuerparadies Jersey, in Spanien, Deutschland und Österreich) das selbst für interessierte Menschen nicht mehr zu überblickende Gewimmel aus Offshoremarkets, Cross-Border-Leasings und Private Equity Fonds. Die Botschaft ist einfach und einleuchtend: Der Westen vermehrt seinen Reichtum auf Kosten der "Dritten Welt", die neoliberalen Profiteure privatisieren die Gewinne und sozialisieren ihre Verluste. Sowas weiß man an sich als aufgeklärter, politisch korrekt denkender Linkskatholik wie ich, aber es in dieser bildlichen Intensität vor Augen geführt zu bekommen, bewegt und macht wütend.
Als ich mit meinem an der TU studierenden ältesten Sohn aus dem Kino ging, machte ich meiner Ohnmacht angesichts der Übermacht des Kapitalismus Luft mit dem Appell: Wenn du fertigstudiert hast, geh in die Wirtschaft und zeig, dass es auch anders geht als diesen Wahnsinn mitzumachen.
Und zugleich dachte ich an Möglichkeiten, meine nun so mies verzinsten Ersparnisse in Aktioen anzulegen. Denn, wie formuliert es Mark Moebius, Präsident Templeton Emerging Markets, in Wagenhofers Film so anschaulich: "Die beste Zeit zu kaufen ist, wenn das Blut auf den Straßen klebt... Denn wenn es Krieg, Revolution, politische Probleme und Wirtschaftsprobleme gibt, dann fallen die Preise von Aktien und jene Leute, die an diesem Tiefpunkt kauften, haben jede Menge Geld gemacht."
Erwin Wagenhofer hat offenbar Sinn für den "kairos": Seinen Dokumentarfilm "Let’s make money" just zu dem Zeitpunkt auf den Markt zu bringen, als alle Welt über die Perversionen globaler Geldströme spricht, macht ihn fast zu deren Profiteur. Wagenhofer illustriert im Patchworkstil (gedreht wurde u.a. in Indien, Singapur, im Steuerparadies Jersey, in Spanien, Deutschland und Österreich) das selbst für interessierte Menschen nicht mehr zu überblickende Gewimmel aus Offshoremarkets, Cross-Border-Leasings und Private Equity Fonds. Die Botschaft ist einfach und einleuchtend: Der Westen vermehrt seinen Reichtum auf Kosten der "Dritten Welt", die neoliberalen Profiteure privatisieren die Gewinne und sozialisieren ihre Verluste. Sowas weiß man an sich als aufgeklärter, politisch korrekt denkender Linkskatholik wie ich, aber es in dieser bildlichen Intensität vor Augen geführt zu bekommen, bewegt und macht wütend.
Als ich mit meinem an der TU studierenden ältesten Sohn aus dem Kino ging, machte ich meiner Ohnmacht angesichts der Übermacht des Kapitalismus Luft mit dem Appell: Wenn du fertigstudiert hast, geh in die Wirtschaft und zeig, dass es auch anders geht als diesen Wahnsinn mitzumachen.
Und zugleich dachte ich an Möglichkeiten, meine nun so mies verzinsten Ersparnisse in Aktioen anzulegen. Denn, wie formuliert es Mark Moebius, Präsident Templeton Emerging Markets, in Wagenhofers Film so anschaulich: "Die beste Zeit zu kaufen ist, wenn das Blut auf den Straßen klebt... Denn wenn es Krieg, Revolution, politische Probleme und Wirtschaftsprobleme gibt, dann fallen die Preise von Aktien und jene Leute, die an diesem Tiefpunkt kauften, haben jede Menge Geld gemacht."