Montag, 19. Januar 2009
"Interview"
ikairos, 14:46h
"Interview". Steve Buscemi, Kan./NL. 2007. ***1/2
Steve Buscemi, nicht erst seit "Fargo" und "The Big Lebowski" ("Shut the fuck up, Donny!") als eines der prägendsten Gesichter des US-Independentkinos, tritt in seinem Remake des Theo van Gogh-Kammerspiele "Interview" nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Regisseur in Erscheinung. Er gibt Pierre Peders, einen unter seiner Würde zu einem Starlett beorderten Journalisten, der sich eigentlich als anspruchsvollen Politberichterstatter sieht. Katya (Sienna Miller) kommt zu spät und ist oberflächlich, Pierre unvorbereitet und mies gelaunt; kein Wunder, dass das Gespräch ein schnelles, unfreundliches Ende findet. Doch nach einem Fast-Verkehrsunfall landen die beiden in Katyas Loft, wo sich zwischen ihnen ein verbales und alkoholschwangeres Katz- und Mausspiel entwickelt, ein Kleinkrieg und Flirt gleichermaßen.
Wer hier wen benutzt und welche Rolle spielt, ist nie ganz klar beziehungsweise ändert sich mehrmals. Die geistreich-witzigen Dialoge bewegen sich raffiniert im Spannungsfeld von Voyeurismus und Exhibitionismus, Erniedrigung und Intimität sowie Schein und Sein. Klatschblatt-Liebling Sienna Miller ist ihrem Regisseur und Kollegen dabei durchaus ebenbürtig und beeindruckt nicht nur optisch.
Steve Buscemi, nicht erst seit "Fargo" und "The Big Lebowski" ("Shut the fuck up, Donny!") als eines der prägendsten Gesichter des US-Independentkinos, tritt in seinem Remake des Theo van Gogh-Kammerspiele "Interview" nicht nur als Hauptdarsteller, sondern auch als Regisseur in Erscheinung. Er gibt Pierre Peders, einen unter seiner Würde zu einem Starlett beorderten Journalisten, der sich eigentlich als anspruchsvollen Politberichterstatter sieht. Katya (Sienna Miller) kommt zu spät und ist oberflächlich, Pierre unvorbereitet und mies gelaunt; kein Wunder, dass das Gespräch ein schnelles, unfreundliches Ende findet. Doch nach einem Fast-Verkehrsunfall landen die beiden in Katyas Loft, wo sich zwischen ihnen ein verbales und alkoholschwangeres Katz- und Mausspiel entwickelt, ein Kleinkrieg und Flirt gleichermaßen.
Wer hier wen benutzt und welche Rolle spielt, ist nie ganz klar beziehungsweise ändert sich mehrmals. Die geistreich-witzigen Dialoge bewegen sich raffiniert im Spannungsfeld von Voyeurismus und Exhibitionismus, Erniedrigung und Intimität sowie Schein und Sein. Klatschblatt-Liebling Sienna Miller ist ihrem Regisseur und Kollegen dabei durchaus ebenbürtig und beeindruckt nicht nur optisch.