Mittwoch, 14. Januar 2009
"Waltz with Bashir"
ikairos, 18:50h
"Waltz with Bashir". Ari Folman. Isr., Fr., D. 2008. ****
Ein Nachtrag zu meinem persönlichen Filmjahr 2008 (siehe kulturo.blogger.de) aus zwei aktuellen Anlässen: Der erste ist, dass Ari Folmans formal und inhaltlich bemerkenswerte Dokumentation - die erste animierte überhaupt, wie es heißt - bei der jüngsten Golden-Globe-Verleihung als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. Der zweite Anlass ist der Krieg im Gaza-Streifen. Könnten sich die israelischen PolitikerInnen nicht zumindest EINE Scheibe von Folmans Nachdenklichkeit, seiner entmythologisierten Sicht auf die Banalität des Krieges und zugleich die darin zwangsläufig eingebetteten Gräuel seine implizite Anteilnahme mit den Opfgern des Massakers von Sabra und Schatila im libanesischen Bürgerkrieg des Jahres 1982 abschneiden?
Ausgangspunkt ist der immer wiederkehrende Albtraum des Ich-Erzählers (Folman war 1982 als israelischer Soldat im Libanon stationiert)
mit einer großen Meute zähnefletschender Hunde, den dieser einem Freund schildert und damit auf Spurensuche nach längst verschütteten Erinnerungen geht. Befragungen von anderen Kriegsteilnehmern erschließen dem nunmehrigen Regisseur nach und nach das reale Geschehen. Der Film endet mit einem erschütternden Übergang von Zeichentrickszenen der verzweifelten, weinenden Hinterbliebenen zu Original-Filmaufnahmen, wobei auch schreckliche Doku-Bilder der Ermordeten des Massakers dem Zuschauer nicht vorenthalten werden. Auch ich habe erst am Schluss die schockierende Wirklichkeit des damaligen Geschehens realisiert...
Ein Nachtrag zu meinem persönlichen Filmjahr 2008 (siehe kulturo.blogger.de) aus zwei aktuellen Anlässen: Der erste ist, dass Ari Folmans formal und inhaltlich bemerkenswerte Dokumentation - die erste animierte überhaupt, wie es heißt - bei der jüngsten Golden-Globe-Verleihung als bester fremdsprachiger Film ausgezeichnet wurde. Der zweite Anlass ist der Krieg im Gaza-Streifen. Könnten sich die israelischen PolitikerInnen nicht zumindest EINE Scheibe von Folmans Nachdenklichkeit, seiner entmythologisierten Sicht auf die Banalität des Krieges und zugleich die darin zwangsläufig eingebetteten Gräuel seine implizite Anteilnahme mit den Opfgern des Massakers von Sabra und Schatila im libanesischen Bürgerkrieg des Jahres 1982 abschneiden?
Ausgangspunkt ist der immer wiederkehrende Albtraum des Ich-Erzählers (Folman war 1982 als israelischer Soldat im Libanon stationiert)
mit einer großen Meute zähnefletschender Hunde, den dieser einem Freund schildert und damit auf Spurensuche nach längst verschütteten Erinnerungen geht. Befragungen von anderen Kriegsteilnehmern erschließen dem nunmehrigen Regisseur nach und nach das reale Geschehen. Der Film endet mit einem erschütternden Übergang von Zeichentrickszenen der verzweifelten, weinenden Hinterbliebenen zu Original-Filmaufnahmen, wobei auch schreckliche Doku-Bilder der Ermordeten des Massakers dem Zuschauer nicht vorenthalten werden. Auch ich habe erst am Schluss die schockierende Wirklichkeit des damaligen Geschehens realisiert...