Dienstag, 16. September 2008
"Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe"
ikairos, 18:09h
"Robert Zimmermann wundert sich über die Liebe". Leander Haußmann, D 2008. ***
Ein junger Computerspiel-Designer (Tom Schilling) wirft sich für die Präsentation vor einem chinesischen Big Spender "in Schale" und gerät durch einen Curryketchupfleck auf der Anzugjacke in die Bredouille. Die doppelt so alte Mitarbeiterin einer Schnellputzerei Monika (Maruschka Detmers) bietet Hilfe - und einen attraktiven Anblick. Und schon beginnt eine Variante der Hoffman-Bancroft-Reifeprüfung, vor der sich der Jungspund ganz schön ins Zeug legen muss, um die hübsche Alleinerzieherin zu bezirzen. Wir können doch nie etwas Ernstes miteinander haben, meint sie. Dann lass uns was Spaßiges haben, wendet er ein. Und seine Hartnäckigkeit wird belohnt, Harold kriegt seine Maude ins Bett, während deren Sohn Roberts Computerspiel in voller Lautstärke spielt.
Als leicht-luftige Liebeskomödie wird Leander Haußmanns ("Sonnenallee", "Herr Lehmann") Film beworben, aber die Leichtigkeit geriet leicht schablonenhaft. Allzu klischeehaft agieren nicht nur Robert und Monika, sondern auch Roberts midlife-crisis-befallener Vater, dessen Tussi-Geliebte, die beleidigte Mutter, die Schwester, die ihre walkürenhafte lesbische Freundin mit einer Schwangerschaft überrascht usw. Streckenweise gute Unterhaltung, aber ohne viel Tiefgang.
Am nettesten fand ich noch einen Gastauftritt von James Garfunkel, Arts Sohn, der mit Robert Zimmermann (=Bob Dylan) darüber räsoniert, wie es einem als Träger eines berühmten Namens so geht. Und die Musik von Sven Regener (Element of Crime) ist auch sehr gelungen. Ach ja: Und danke für den Hinweis auf den "russischen Dylan", Vladmir Vissotski!
Ein junger Computerspiel-Designer (Tom Schilling) wirft sich für die Präsentation vor einem chinesischen Big Spender "in Schale" und gerät durch einen Curryketchupfleck auf der Anzugjacke in die Bredouille. Die doppelt so alte Mitarbeiterin einer Schnellputzerei Monika (Maruschka Detmers) bietet Hilfe - und einen attraktiven Anblick. Und schon beginnt eine Variante der Hoffman-Bancroft-Reifeprüfung, vor der sich der Jungspund ganz schön ins Zeug legen muss, um die hübsche Alleinerzieherin zu bezirzen. Wir können doch nie etwas Ernstes miteinander haben, meint sie. Dann lass uns was Spaßiges haben, wendet er ein. Und seine Hartnäckigkeit wird belohnt, Harold kriegt seine Maude ins Bett, während deren Sohn Roberts Computerspiel in voller Lautstärke spielt.
Als leicht-luftige Liebeskomödie wird Leander Haußmanns ("Sonnenallee", "Herr Lehmann") Film beworben, aber die Leichtigkeit geriet leicht schablonenhaft. Allzu klischeehaft agieren nicht nur Robert und Monika, sondern auch Roberts midlife-crisis-befallener Vater, dessen Tussi-Geliebte, die beleidigte Mutter, die Schwester, die ihre walkürenhafte lesbische Freundin mit einer Schwangerschaft überrascht usw. Streckenweise gute Unterhaltung, aber ohne viel Tiefgang.
Am nettesten fand ich noch einen Gastauftritt von James Garfunkel, Arts Sohn, der mit Robert Zimmermann (=Bob Dylan) darüber räsoniert, wie es einem als Träger eines berühmten Namens so geht. Und die Musik von Sven Regener (Element of Crime) ist auch sehr gelungen. Ach ja: Und danke für den Hinweis auf den "russischen Dylan", Vladmir Vissotski!