Mittwoch, 21. Mai 2008
"Revanche"
ikairos, 19:10h
"Revanche". Götz Spielmann; Österreich 2008. ****
Alex (Johannes Krisch) ist Ex-Häftling und Handlanger eines Zuhälters, und er liebt Tamara (Irina Potapenko), eine aus der Ukraine stammende Prostituierte. Beide sehnen sich nach einem besseren Leben und überfallen eine Bank in der Provinz. Zufällig gerät der Polizist Robert (Andreas Lust) in das Geschehen, er schießt auf das Fluchtauto und trifft Tamara tödlich. Alex taucht bei seinem Großvater nahe dem Tatort unter und sinnt auf Rache. Susanne (Ursula Strauss), die Frau des von Skrupeln geplagten Todesschützen, sucht die Nähe des grobschlächtigen Alex und eröffnet dem von Verzweiflung verhärteten Bankräuber damit eine Möglichkeit zur "Revanche".
Das ist der Inhalt des beeindruckenden zweistündigen Dramas, zu dem Regisseur Götz Spielmann selbst das Drehbuch schrieb. Gedreht wurde in Niederösterreich und Wien - teils im Rotlichtmilieu, und angenehm "österreichisch" sind auch die lakonischen, knappen Dialoge etwa zwischen dem Großvater und seinem Enkel, die trotz der tragischen Handlung immer wieder für Schmunzeln sorgt. Brillant auch die Kamera von Martin Gschlacht und das optische Leitmotiv des Films: Ein all seiner Perspektive beraubter Mann arbeitet wie ein Berserker an einem riesigen Holzhaufen seine Schuld, sein Versagen, seine Wut ab. Alex hilft damit seinem alt gewordenen einzigen Vertrauten, dem alten Hausner, seinem Großvater. Und indem er gebraucht wird, gewinnt er einen Ort im Leben...
Fazit: Ein wirklich sehenswerter, bestens besetzter österreichischer Film, meiner Ansicht nach besser als die Oscar-prämierten "Fälscher" Stefan Ruzowitzkys.
Alex (Johannes Krisch) ist Ex-Häftling und Handlanger eines Zuhälters, und er liebt Tamara (Irina Potapenko), eine aus der Ukraine stammende Prostituierte. Beide sehnen sich nach einem besseren Leben und überfallen eine Bank in der Provinz. Zufällig gerät der Polizist Robert (Andreas Lust) in das Geschehen, er schießt auf das Fluchtauto und trifft Tamara tödlich. Alex taucht bei seinem Großvater nahe dem Tatort unter und sinnt auf Rache. Susanne (Ursula Strauss), die Frau des von Skrupeln geplagten Todesschützen, sucht die Nähe des grobschlächtigen Alex und eröffnet dem von Verzweiflung verhärteten Bankräuber damit eine Möglichkeit zur "Revanche".
Das ist der Inhalt des beeindruckenden zweistündigen Dramas, zu dem Regisseur Götz Spielmann selbst das Drehbuch schrieb. Gedreht wurde in Niederösterreich und Wien - teils im Rotlichtmilieu, und angenehm "österreichisch" sind auch die lakonischen, knappen Dialoge etwa zwischen dem Großvater und seinem Enkel, die trotz der tragischen Handlung immer wieder für Schmunzeln sorgt. Brillant auch die Kamera von Martin Gschlacht und das optische Leitmotiv des Films: Ein all seiner Perspektive beraubter Mann arbeitet wie ein Berserker an einem riesigen Holzhaufen seine Schuld, sein Versagen, seine Wut ab. Alex hilft damit seinem alt gewordenen einzigen Vertrauten, dem alten Hausner, seinem Großvater. Und indem er gebraucht wird, gewinnt er einen Ort im Leben...
Fazit: Ein wirklich sehenswerter, bestens besetzter österreichischer Film, meiner Ansicht nach besser als die Oscar-prämierten "Fälscher" Stefan Ruzowitzkys.