Montag, 7. April 2008
"Shine a Light"
ikairos, 14:12h
"Shine a Light". Martin Scorsese, USA 2007. ****
Dass Hollywood-Altmeister Scorsese nicht nur faszinierende Mafia-Epen, sondern auch mitreißende Musikfilme machen kann, hat er mit "The Band - The Last Waltz" (1978), "No Direction Home – Bob Dylan" (2005) und der Doku-Reihe "The Blues" hinlänglich bewiesen. Und auch sein Konzertfilm mit den Rolling Stones wird nicht nur Fans Freude machen: Die alten, mittlerweile schon reichlich zerknautschten Herren werden von Scorsese (altersmäßig zwischen Charlie Watts und Jagger angesiedelt) im New Yorker Beacon Theatre in Bestform gezeigt. Ergänzt wird das Konzertmaterial durch wenige, rare Archivaufnahmen - in denen Jagger als Jüngling prophetisch meint, er würde durchaus auch als 60-Jähriger noch auf der Bühne stehen - und einigen Sequenzen aus der Vorbereitungsphase.
Jagger, inzwischen 64, produziert sich immer noch als Rampensau, die permanent unter Strom steht. Und das Beste: Es ist absolut unpeinlich, wenn er mit den Armen fuchtelt, herumstolziert wie ein Gockel, und auch bei höchster körperlicher Beanspruchung eine tolle Gesangsperformance bietet. Sogar der längst zur Selbstkarikatur gewordene Keith Richards kommt gut rüber - wenn auch nicht so sehr als Gitarrist und Sänger als vielmehr als Ikone mit der Fähigkeit zur Selbstironie. Irgendwann wird der Typ wohl auf der Bühne sterben, und dann wird es von ihm wie von seinen Bandgenossen heißen: Er ist in Würde gealtert....
Dass Hollywood-Altmeister Scorsese nicht nur faszinierende Mafia-Epen, sondern auch mitreißende Musikfilme machen kann, hat er mit "The Band - The Last Waltz" (1978), "No Direction Home – Bob Dylan" (2005) und der Doku-Reihe "The Blues" hinlänglich bewiesen. Und auch sein Konzertfilm mit den Rolling Stones wird nicht nur Fans Freude machen: Die alten, mittlerweile schon reichlich zerknautschten Herren werden von Scorsese (altersmäßig zwischen Charlie Watts und Jagger angesiedelt) im New Yorker Beacon Theatre in Bestform gezeigt. Ergänzt wird das Konzertmaterial durch wenige, rare Archivaufnahmen - in denen Jagger als Jüngling prophetisch meint, er würde durchaus auch als 60-Jähriger noch auf der Bühne stehen - und einigen Sequenzen aus der Vorbereitungsphase.
Jagger, inzwischen 64, produziert sich immer noch als Rampensau, die permanent unter Strom steht. Und das Beste: Es ist absolut unpeinlich, wenn er mit den Armen fuchtelt, herumstolziert wie ein Gockel, und auch bei höchster körperlicher Beanspruchung eine tolle Gesangsperformance bietet. Sogar der längst zur Selbstkarikatur gewordene Keith Richards kommt gut rüber - wenn auch nicht so sehr als Gitarrist und Sänger als vielmehr als Ikone mit der Fähigkeit zur Selbstironie. Irgendwann wird der Typ wohl auf der Bühne sterben, und dann wird es von ihm wie von seinen Bandgenossen heißen: Er ist in Würde gealtert....