Mittwoch, 19. März 2008
"Michael Clayton"
ikairos, 14:08h
"Michael Clayton", Tony Gilroy, USA 2007 ****1/2
George Clooney wird mir immer sympathischer: Statt sich als Hollywood-Beau im Rampenlicht zu sonnen, macht er seit Jahren richtig gute Filme - auch als Regisseur und Drehbuchautor. "Good Night, and Good Luck" (2005) war so einer, "Syriana" (2005), und jetzt eben "Michael Clayton", den Clooney als Produzent auch finanzierte.
Diesmal spielt er den Trouble-Shooter in einer mächtigen Anwaltskanzlei, einer, der abseits von brillanten Gerichtssaalplädoyers im Dienste der Klienten "den Dreck wegmacht". Claytons Perspektive weitet sich, als ein von ihm sehr geschätzter Kollege aus dem Kreislauf von Interessensvertretung jenseits aller Ethik aussteigt und Menschlichkeit über den beruflichen Erfolg stellt - und das mit dem Leben bezahlt. Clayton wird bewusst, was für ein elendes, sich selbst entfremdetes Leben als Geschiedener, Spielsüchtiger und Ausgebrannter er eigentlich führt. Als er den Hintergründen des Mordes nachgeht, gerät er selbst ins Visier eines Konzernes, der krebserregende Pestizide verkauft und dies vertuschen will - um jeden Preis. Tilda Swinton spielt grandios und zurecht Oscar-prämiert Claytons Gegenspielerin, eine von ökonomischen Zwängen getriebene, gleichzeitig eiskalte und höchst unsichere Powerfrau.
Tony Gilroy, der davor Robert Ludlums erfolgreiche Bestsellertrilogie über den CIA-Killer Jason Bourne zu Drehbüchern umzuarbeite, schuf mit "Michael Clayton" einen nuancierten und spannenden (jedoch nie reißerischen) Thriller, der die dreckigen Machenschaften von Konzernen und ihren korrupten Anwälten anschaulich vor Augen führt. Einen, der "gut ausgeht" und dennoch Fragen offen lässt wie: Wie sehr korrumpiert ein (Berufs)Leben, in dem man an sich vorbeilebt? Soll man sich (vermeintlichen) Sachzwängen entziehen, wenn die eigene Existenz dabei bedroht ist, oder hat die Idee von Gerechtigkeit einen Sog, der Eigendynamik entwickelt?
George Clooney wird mir immer sympathischer: Statt sich als Hollywood-Beau im Rampenlicht zu sonnen, macht er seit Jahren richtig gute Filme - auch als Regisseur und Drehbuchautor. "Good Night, and Good Luck" (2005) war so einer, "Syriana" (2005), und jetzt eben "Michael Clayton", den Clooney als Produzent auch finanzierte.
Diesmal spielt er den Trouble-Shooter in einer mächtigen Anwaltskanzlei, einer, der abseits von brillanten Gerichtssaalplädoyers im Dienste der Klienten "den Dreck wegmacht". Claytons Perspektive weitet sich, als ein von ihm sehr geschätzter Kollege aus dem Kreislauf von Interessensvertretung jenseits aller Ethik aussteigt und Menschlichkeit über den beruflichen Erfolg stellt - und das mit dem Leben bezahlt. Clayton wird bewusst, was für ein elendes, sich selbst entfremdetes Leben als Geschiedener, Spielsüchtiger und Ausgebrannter er eigentlich führt. Als er den Hintergründen des Mordes nachgeht, gerät er selbst ins Visier eines Konzernes, der krebserregende Pestizide verkauft und dies vertuschen will - um jeden Preis. Tilda Swinton spielt grandios und zurecht Oscar-prämiert Claytons Gegenspielerin, eine von ökonomischen Zwängen getriebene, gleichzeitig eiskalte und höchst unsichere Powerfrau.
Tony Gilroy, der davor Robert Ludlums erfolgreiche Bestsellertrilogie über den CIA-Killer Jason Bourne zu Drehbüchern umzuarbeite, schuf mit "Michael Clayton" einen nuancierten und spannenden (jedoch nie reißerischen) Thriller, der die dreckigen Machenschaften von Konzernen und ihren korrupten Anwälten anschaulich vor Augen führt. Einen, der "gut ausgeht" und dennoch Fragen offen lässt wie: Wie sehr korrumpiert ein (Berufs)Leben, in dem man an sich vorbeilebt? Soll man sich (vermeintlichen) Sachzwängen entziehen, wenn die eigene Existenz dabei bedroht ist, oder hat die Idee von Gerechtigkeit einen Sog, der Eigendynamik entwickelt?