Dienstag, 5. Februar 2008
"Prinzessinnenbad"
ikairos, 12:07h
Prinzessinnenbad, Bettina Blümner, D 2007 **
Richtige Berliner Großstadt-Prinzessinnen sind die drei besten Freundinnen Klara, Mina und Tanutscha. Ihr Leben findet zwischen dem legendären Berliner Sommertreffpunkt, dem Prinzenbad, Party, Tratsch, Strebern und Telefon-Flirts statt. Alle drei sind bei ihrer Mutter aufgewachsen, die Väter sind selten da oder verschwunden - auch mit deren Nachbesetzung sind die Lästermäuler nicht immer zufrieden. Nichtsdestotrotz geht Ex-Schulschwänzerin Klara brav in eine Förder-Schule, brütet Tanutscha über ihren Hausaufgaben. Mina ist gerade mit ihrer ersten großen Liebe George voll und ganz beschäftigt. Klara lässt sich von ihren wechselnden türkischen Freunden ("Die einzigen Deutschen, die ich mag, sind Türken") gerne Regeln aufstellen, die sie dann nicht einhält. Die einzige Regel, die sie von ihrer Mutter mit auf den Lebensweg bekommt: "kein Heroin und nicht schwanger werden". Was ihre Berufsziele angeht, ist sie recht vage: "Pornostar... oder Tierpflegerin".
Die typisch rotzigen Sprüche Jugendlicher - und gerade auch solcher aus dem schnoddrigen Berlin - machen einen Gutteil der Attraktivität dieser sympathischen Doku aus. Dennoch hat man als ehemals in der Jugendarbeit Tätiger ein Gefühl der Erleichterung, diesem Alter entronnen zu sein - und der oft aufgesetzten Coolness, den beengenden Ritualen des Dazugehörens mit all dem Dauer-Tschicken und Sich-Niedersaufen, dem Tussigehabe der Mädels und dem Protzgehabe der Jungs (auf das die Kreuzberger Prinzessinnen immerhin angemessen reagieren: "Jaaa, Story, Alter")...
Richtige Berliner Großstadt-Prinzessinnen sind die drei besten Freundinnen Klara, Mina und Tanutscha. Ihr Leben findet zwischen dem legendären Berliner Sommertreffpunkt, dem Prinzenbad, Party, Tratsch, Strebern und Telefon-Flirts statt. Alle drei sind bei ihrer Mutter aufgewachsen, die Väter sind selten da oder verschwunden - auch mit deren Nachbesetzung sind die Lästermäuler nicht immer zufrieden. Nichtsdestotrotz geht Ex-Schulschwänzerin Klara brav in eine Förder-Schule, brütet Tanutscha über ihren Hausaufgaben. Mina ist gerade mit ihrer ersten großen Liebe George voll und ganz beschäftigt. Klara lässt sich von ihren wechselnden türkischen Freunden ("Die einzigen Deutschen, die ich mag, sind Türken") gerne Regeln aufstellen, die sie dann nicht einhält. Die einzige Regel, die sie von ihrer Mutter mit auf den Lebensweg bekommt: "kein Heroin und nicht schwanger werden". Was ihre Berufsziele angeht, ist sie recht vage: "Pornostar... oder Tierpflegerin".
Die typisch rotzigen Sprüche Jugendlicher - und gerade auch solcher aus dem schnoddrigen Berlin - machen einen Gutteil der Attraktivität dieser sympathischen Doku aus. Dennoch hat man als ehemals in der Jugendarbeit Tätiger ein Gefühl der Erleichterung, diesem Alter entronnen zu sein - und der oft aufgesetzten Coolness, den beengenden Ritualen des Dazugehörens mit all dem Dauer-Tschicken und Sich-Niedersaufen, dem Tussigehabe der Mädels und dem Protzgehabe der Jungs (auf das die Kreuzberger Prinzessinnen immerhin angemessen reagieren: "Jaaa, Story, Alter")...