Montag, 7. Januar 2008
"Tödliche Versprechen - Eastern Promises"
ikairos, 11:42h
"Tödliche Versprechen - Eastern Promises", David Cronenberg, GB/USA 2007. ***
Das Duo Cronenberg (Regie) und Viggo Mortensen (Hauptdarsteller) hat schon einmal - bei "A History Of Violence" - hervorragend funktioniert. Auch der neue Film des kanadischen Filmregisseurs rund um die Russenmafia in London ist spannend und effektvoll, und der Aragorn-Darsteller aus "Der Herr der Ringe" gibt einen glaubwürdigen "Fahrer" Nikolai ab, der die Drecksarbeit für seinen "Paten" Semyon (Armin Mueller-Stahl) und dessen saufenden und cholerischen Sohn Kirill (Vincent Cassel) macht. Die Szene, als ihm zwei tschetschenische Killer in der Sauna einen Kampf auf Leben und Tod liefern, ist ein z.B. Highlight, das lange nachwirkt.
Und doch: Als die Hebamme Anna (Naomi Watts) im Lokal Semyons auftaucht, weil sie eben eine sterbende Zwangsprostituierte aus Osteuropa entband und auf der Suche nach der Familie des neugeborenen Waisenkindes den Spuren in einem Tagebuch nachgeht, kommt es neben subtilem Terror auch zu Ungereimtheiten:
Nikolai stellt sich als Undercover-Ermittler heraus, der seinen Chef ans Messer liefert und selbst in der Mafia-Hierarchie ganz nach oben kommt. Ob das Gespinst aus Drogen- und Mädchenhandel aber dann duchschlagen wird, bleibt offen. Und auch dass die Tschetschenen ihrer Rache an dem Paten-Sohn nicht nachkommen können, weil sich der vermeintliche Kirill (Nikolai) auch nackt als zu wehrhaft erweist, und die Sache offenbar auf sich beruhen lassen, ist nicht nachvollziehbar.
Sehenswert ist der Film allemal, aber wer Spannung UND Stringenz sucht, ist mit "A History Of Violence" besser bedient.
Das Duo Cronenberg (Regie) und Viggo Mortensen (Hauptdarsteller) hat schon einmal - bei "A History Of Violence" - hervorragend funktioniert. Auch der neue Film des kanadischen Filmregisseurs rund um die Russenmafia in London ist spannend und effektvoll, und der Aragorn-Darsteller aus "Der Herr der Ringe" gibt einen glaubwürdigen "Fahrer" Nikolai ab, der die Drecksarbeit für seinen "Paten" Semyon (Armin Mueller-Stahl) und dessen saufenden und cholerischen Sohn Kirill (Vincent Cassel) macht. Die Szene, als ihm zwei tschetschenische Killer in der Sauna einen Kampf auf Leben und Tod liefern, ist ein z.B. Highlight, das lange nachwirkt.
Und doch: Als die Hebamme Anna (Naomi Watts) im Lokal Semyons auftaucht, weil sie eben eine sterbende Zwangsprostituierte aus Osteuropa entband und auf der Suche nach der Familie des neugeborenen Waisenkindes den Spuren in einem Tagebuch nachgeht, kommt es neben subtilem Terror auch zu Ungereimtheiten:
Nikolai stellt sich als Undercover-Ermittler heraus, der seinen Chef ans Messer liefert und selbst in der Mafia-Hierarchie ganz nach oben kommt. Ob das Gespinst aus Drogen- und Mädchenhandel aber dann duchschlagen wird, bleibt offen. Und auch dass die Tschetschenen ihrer Rache an dem Paten-Sohn nicht nachkommen können, weil sich der vermeintliche Kirill (Nikolai) auch nackt als zu wehrhaft erweist, und die Sache offenbar auf sich beruhen lassen, ist nicht nachvollziehbar.
Sehenswert ist der Film allemal, aber wer Spannung UND Stringenz sucht, ist mit "A History Of Violence" besser bedient.